Programm

GRENZENLOS - GESCHICHTEN VON FREIHEIT & FREUNDSCHAFT

Nazgol Emami, Diana Menestrey, Camilo Colmenares, Madeleine Dallmeyer, Johanna Bentz, Khaled Nawal, Sandra Dajani, Birgit Schulz

Deutschland , 2018 / 77 min / Ohne Worte / Dokumentarfilm, Zeichentrick, Fiction

Eine Kurzfilmsammlung gedreht von und über das Leben von Flüchtlingskindern.

Wie macht man Filme für Kinder in Flucht- und Krisensituationen? Was können Filme leisten? Kann Filmarbeit Leid lindern oder gar Hoffnung geben? Und was können sie den Kindern über die reine Vorführung hinaus mit auf den Weg geben an Ideen für ihre Zukunft, an Hoffnung und Energie?

7 junge Filmemacher aus Ägypten, Jordanien, Deutschland, dem Iran, Kolumbien und Syrien haben sich nach einer Ausschreibung des Goethe Instituts dieser Frage gestellt, sich in Workshops u.a. in Jordanien ausgetauscht, in Flüchtlingslagern mit Kindern getroffen, ihre eigenen Erlebnisse von Heimatverlust wachgerufen, und all die Erfahrungen in 7 phantasievolle Kurzfilme eingebracht. Verbliebenes 16mm-Material aus dem Libanon, Jordanien und Griechenland rundet die Sammlung ab.

Sieben filmische Miniaturen, von Animationen über Spielfilme zu Dokumentarfilmen, führen auf phantasievolle Weise vor Augen, wie aus Einsamkeit Freundschaft werden könnte, aus Angst Geborgenheit, aus Trauer und Verlust ein Neustart, aus einer grauen Welt eine farbige mit möglicherweise neuen Perspektiven.

  • Die Lupe von Nazgol Emami (2018 – 9’)
  • Mein allerliebstes Lieblingsding, Sara & Moris von Diana Menestrey & Camilo Colmenares (2018 – 3’)
  • Die Pause von Madeleine Dallmeyer (2018, 8’)
  • Riese von Johanna Bentz (2018 – 12’)
  • Abdullah von Khaled Nawal (2018 – 8’)
  • Der magische Ballon von Sandra Dajani (2018 – 10’)
  • Mein allerliebstes Lieblingsding, Jumana von Diana Menestrey & Camilo Colmenares (2018 – 4’)
  • 16 mm Geschichten von Khaled Nawal (2018 – 4’)

In dieser Sammlung treffen die Wünsche und Träume der Kinder, die sich in den Episoden spiegeln, auf eine Wirklichkeit, die zeitlos zu sein scheint, ohne eine Zukunft zu verleugnen. Fast entsteht eine poetische Melancholie, immer wieder aufgebrochen durch die Energie der Kinder, die in den trostlosen Welten einfach nicht verweilen möchten.

Die einzelnen Filme wurden im Rahmen der Missing Movies-Reihe des Goethe-Institutes produziert.

In Anwesenheit von Nazgol Emami, der Regisseurin von Die Lupe.

Vorstellungen

„Eigentlich ist es schade, grenzenlos in Worte packen zu müssen. Und witzlos noch dazu. Schließlich gibt es hier praktisch keine Worte […] in einem Film, der nur mit der Kraft der Bilder und Musik seine Geschichte erzählt. […] Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Episodensammlungen anschauen, gerade auch mit Kindern. Denn so magisch und charmant geht es auf der Leinwand nur selten zu, trotz der geringen Mittel. […]Spielfilm trifft auf Doku, Animation auf Realaufnahme, trauriger Alltag auf Magie – die wortlose Episodensammlung grenzenlos wird ihrem Titel mehr als gerecht, lässt überall vermeintlich feststehende Grenzen verschwinden.“ Oliver Armknecht, Film-Rezensionen.de, 17/03/2018

+3
+9
Awards
  • VFF Documentary Film Production Award, Munich International Documentary Festival, 2018 (Germany)
Cast & Credits
Darsteller 
Sofia Abreham, Julia Dittmann, Michal Krajczok
Drehbuch 
Nazgol Emami, Diana Menestrey, Camilo Colmenares, Madeleine Dallmeyer, Johanna Bentz, Khaled Nawal, Sandra Dajani
Kamera 
Ahmad Jalboush, Jana Pape
Ton 
Michal Krajczok
Musik 
Marian Mentrup
Produktion 
Bildersturm Filmproduktion
Verleih 
Real Fiction Filmverleih
Biografie

Sandra Dajani ist eine freischaffende Künstlerin und Regisseurin aus Jordanien. Sie machte ihren Master-Abschluss in Animation an der Tama Kunstuniversität in Japan. Sandra kann auf über 10 Jahre Erfahrung in der Filmbranche zurückblicken in denen sie gesellschaftliche Themen schwarzhumorig behandelte. Sie arbeitet an der Fakultät für Computergrafik und -animation an der Princess Sumaya Universität für Technologie in Jordanien.

 

Khaled Nawal wurde 1984 in Damaskus geboren. Er studierte an der damaszener Hochschule für dramatische Künste, an der Nationalen Polnischen Film-, Fernseh- und Theaterschule in Łódź und der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Neben seinen Studien in Berlin arbeitete er für das „Minor – Projektkontor Für Bildung und Forschung“ als Ausbilder für Theater und Fotografie an Projekten mit weiblichen und jugendlichen Gefängnisinsassen. Seit kurzem nahm er an einem visuellen Kunstprojekt teil welches junge Berliner Flüchtlinge lehrt sich filmisch auszudrücken. Sein erster fiktionaler Kurzfilm, Wada’ (2015), wurde an vielen deutschen und internationalen Festivals gezeigt.

 

Johanna Bentz wurde 1982 in München geboren. Nach ihrem Schulabschluss im Jahr 2003 reiste und arbeitete sie mehrere Jahre in Europa, Asien und Südamerika. 2006 begann sie ihr Dokumentarfilmstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg. 2012 drehte sie ihren Abschlussfilm Die Verführungskünstler (2013)welcher den baden-württembergischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm erhielt. Johanna arbeitet als Autorin und Regisseurin für Filme und Radioprogramme.

 

Madeleine Dallmeyer wurde in München geboren und ist auch dort aufgewachsen. Sie studierte Anthropologiedokumentarfilm und hat in München, Perugia, Ludwigsburg, Paris Istanbul und Bali gelebt. Momentan wohnt und arbeitet sie in Berlin.

 

Diana Menestrey wurde 1985 im kolumbianischen Bogotá geboren. Sie machte ihren Abschluss in bildender Kunst an der kolumbianischen Nationaluniversität und in experimenteller Animation an der Päpstlichen Universität Xaveriana in Bogotá. Während ihrer Studien arbeitete sie als Freiwillige für eine Wohltätigkeitsorganisation welche sich um Kinder mit schweren Behinderungen aus Armenvierteln kümmert. 2014 schloss sie ihr weiterführendes Studium mit dem experimentellen Dokumentarfilm Owami – I am… ab welcher auf mehreren Festivals gezeigt wurde, darunter das DOKFest München, die Duisburger Filmwoche und das Message to Man Internationale Filmfestival in Russland. Der Film erhielt eine lobende Erwähnung in der internationalen Dokumentarfilmkategorie des 11. Monterrey International Film Festival.

 

Camilo Colmenares wurde 1976 in Bogotá, Kolumbien, geboren. 2004 machte er seinen Abschluss an der Filmschule der kolumbianischen Nationaluniversität. Er ist Gründungsmitglied des Laboratorio Kinoclaje der kolumbianischen Vereinigung für Film-Recycling, einem Kreativlabor für unkonventionelle Filmprojekte welches wiederverwertetes audiovisuelles Material verwendet. 2014 schloss er ein weiterführendes Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln ab. 2016 half er bei der Gründung von Vamos Animation, einem auf transmediale Animationsprojekte spezialisiertes Kölner Studio.

 

Nazgol Emami wurde in Teheran im Iran geboren. Im Alter von sechs Jahren zog sie mit seiner Familie nach Deutschland. 2008 beendete sie ein Studium in visueller Kommunikation an der Universität Wuppertal. Von 2009 bis 2012 schloss sie ein auf experimentelles Kino und Dokumentarfilme spezialisiertes weiterführendes Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln ab. Sie arbeitet als freischaffender Grafikdesigner für verschiedene Fernsehsender und führt Regie an verschiedenen Live-Projekten auf Festivals.

Filmografie
  • Sandra Dajani
  • 2018 – Der magische Ballon (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)
  • Khaled Nawal
  • 2018 – Abdullah (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)
  • 2015 – In Rooms (Dokumentarkurzfilm)
  • 2015 – Wada’ (Kurzfilm)
  • Johanna Bentz
  • 2018 – Bella Palanka (Dokumentarkurzfilm)
  • 2018 – Riese (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)
  • 2013 – Die Verführungskünstler (Dokumentarfilm)
  • 2010 – 3 Frauen für Toni (Dokumentarfilm)
  • Madeleine Dallmeyer
  • 2018 – Die Pause (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)
  • 2018 – Dorf der Vergesslichen (Dokumentarfilm)
  • 2014 – Low Season (Dokumentarkurzfilm)
  • Diana Menestrey
  • 2018 – Mein allerliebstes Lieblingsding (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)
  • 2014 – Owami – I am… (Dokumentarkurzfilm)
  • Camilo Colmenares
  • 2018 – Mein allerliebstes Lieblingsding (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)
  • Nazgol Emami
  • 2018 – Die Lupe (Kurzfilm in der Sammlung Grenzenlos – Geschichten von Freiheit & Freundschaft)