Programm

THE REALM (EL REINO)

Rodrigo Sorogoyen

Spanien, Frankreich, 2018 / 122 min / Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln (ES OF mit EN UT) / Thriller

Wie weit ist ein Politiker bereit zu gehen um seine Macht zu erhalten?

Manuel López-Vidal ist ein anerkannter und in seiner Region allseits geschätzter Politiker. In Wirklichkeit ist er jedoch korrupt und lebt nur dank Bestechungsgelder und anderer Zuwendungen auf großem Fuß. Als er den Vorsitz seiner Partei antreten soll, wird er in einen Bestechungs- und Unterschlagungsskandal verwickelt. Nachdem einer seine engsten Freunde vor Gericht gestellt wird, beschließen die Mitglieder seiner Partei, López-Vidal allein die Schuld in die Schuhe zu schieben. Dieser weigert sich jedoch, die Rolle des Sündenbocks zu übernehmen und anstatt für seine Taten einzustehen, übt er Verrat an seiner Partei, um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden. Ein folgenschwerer Entschluss, der zahlreiche Leben in Gefahr bringt. Wie weit wird er bereit sein zu gehen, um seine Macht zu erhalten?

« Kein Film bisher hat die Korruption in Spanien thematisiert, und wir wollten ihn von Anfang an aus der Sicht des korrupten Politikers schildern, also des Ganoven, der in einem klassischen Film der Rivale oder Feind wäre. Der Zuschauer sollte diesen korrupten Politiker bei allen unvorhergesehenen Ereignissen begleiten. Der Film erzählt nicht, wie staatliche Beamten oder unbescholtene Journalisten ein Korruptionsnetz aufdecken, sondern die Geschichte eines Mannes, der den Steuerzahler über Jahre hinweg bestohlen hat und auffliegt. Doch anstatt für seine Fehler einzustehen und seine Schuld zu akzeptieren, widersetzt er sich allem und jedem, um nicht im Gefängnis zu landen. Wir wollten diesen korrupten Politiker nicht aburteilen, wir wollten nur die Frage nach seiner Motivation stellen. » Absichtserklärung des Regisseurs Rodrigo Sorogoyen

 

Vorstellungen
Awards
  • Best Director – Rodrigo Sorogoyen, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Actor – Antonio de la Torre, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Supporting Actor – Luis Zahera, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Original Screenplay, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Editing, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Sound, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Original Score, Goya Awards, 2019 (Spain)
  • Best Spanish Actress for Bárbara Lennie, Sant Jordi Awards, 2019 (Spain)
  • Best Spanish Actor for Antonio de la Torre, Sant Jordi Awards, 2019 (Spain)
  • Press Prize - Best Actor for Antonio de la Torre, José María Forqué Awards, 2019 (Spain)
  • Best Actor in a Leading Role for Antonio de la Torre, Feroz Awards, 2019 (Spain)
  • Best Actor in a Supporting Role for Luis Zahera, Feroz Awards, 2019 (Spain)
  • Best Screenplay, Feroz Awards, 2019 (Spain)
  • Best Director, Feroz Awards, 2019 (Spain)
Cast & Credits
Darsteller 
Antonio de la Torre, Mónica López, Josep María Pou, Nacho Fresneda, Ana Wagener, Bárbara Lennie, Luis Zahera, Francisco Reyes, María de Nati, Paco Revilla, Sonia Almarcha, David Lorente, Andrés Lima, Oscar de la Fuen
Drehbuch 
Isabel Peña, Rodrigo Sorogoyen
Kamera 
Álex de Pablo
Ton 
Roberto Fernández, Alfonso Raposo
Szenerie 
Miguel Ángel Rebollo
Musik 
Olivier Arson
Produktion 
Tornasol Films, AtresmediaCine, Trianera Producciones Cinematográfica, Bowfinger International Pictures
Koproduktion 
Le Pacte, Mondex & Cie
Verleih 
Cherry Pickers
Biografie

Der spanische Regisseur Rodrigo Sorogoyen studierte Film an der Escuela de Cinematografía y del Audiovisual in Madrid (ECAM) und Drehbuch an der dortigen Septima Ars-Filmschule. Er begann seine Karriere als Drehbuchautor für TV-Serien. Als 25-Jähriger arbeitete er als Ko-Regisseur für den Film 8 Citas (2008). Anschließend betätigte er sich als Drehbuchautor und Regisseur für die Produktionsfirma Isla de Babel für die Serien Impares, La pecera de Eva und Frágiles. 2011 gründete er Caballo Films und realisierte mithilfe von Crowdfunding Stockholm, für den er gemeinsam mit Isabel Peña das Drehbuch schrieb. Er zählte du den besten spanischen Filmen des Jahres 2013, wurde von der Kritik gefeiert und gewann mehrere Preise, darunter drei Biznagas auf dem Filmfestival von Málaga (u.a. bester Regisseur und bestes Originaldrehbuch), den Prix Feroz für den besten Film 2013 und den Goya für den besten Nachwuchsschauspieler 2014. Im selben Jahr wurde Rodrigo Sorogoyen in der Kategorie Bester Nachwuchsregisseur für den Goya nominiert. 2016 wurde ihm für seinen darauffolgenden Langfilm Que Dios nos perdone (2016) der Jurypreis für das beste Drehbuch auf dem Festival von San Sebastián zuerkannt. Mit Isabel Peña dreht er derzeit eine Adaption seines Kurzfilms Mother (2017) als Langfilm, nachdem dieser auf mehreren Festivals, darunter auch in Toronto, vorgestellt und ausgezeichnet (50 Preise) wurde.

Filmografie
  • 2018 – El reino
  • 2017 – Madre (Kurzfilm)
  • 2016 – Que Dios nos perdone
  • 2015 – Rabia (1 Folge der Fernsehserie)
  • 2014 – El iluso (Kurzfilm)
  • 2013 – Stockholm
  • 2012-2013 – Frágiles (13 Folgen der Fernsehserie)
  • 2010-2011 – La pecera de Eva (221 Folgen der Fernsehserie)
  • 2011 – Vida loca (6 Folgen der Fernsehserie)
  • 2010-2011 – Impares premium (10 Folgen der Fernsehserie)
  • 2008-2010 – Impares (43 Folgen der Fernsehserie)
  • 2008 – 8 Citas