Programm

STYX

Wolfgang Fischer

Deutschland, Österreich, 2018 / 94 min / Deutsche und englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln (DE & EN OF mit DE UT) / Drama

Eine Frau sieht sich mit einem moralischen Dilemma konfrontiert während sie alleine zur See fährt.

Rieke ist eine erfolgreiche Ärztin, deren Dienst ihr alles abverlangt. In ihrem dringend benötigten Jahresurlaub will sie sich einen lang gehegten Traum erfüllen und allein auf einem Segelschiff von Gibraltar nach Ascension, eine kleine tropische Insel inmitten des Atlantischen Ozean, reisen. Ihr Wunsch nach unbeschwerten Ferien scheint sich zu erfüllen, doch nach einem Sturm schlägt das schöne Abenteuer in eine nicht gekannte Herausforderung um: In der Nähe ihres Schiffes entdeckt sie ein schwer beschädigtes, hoffnungslos überladenes Flüchtlingsboot. Mehr als hundert Menschen sind vom Ertrinken bedroht. Rieke versucht nach Hilfe zu funken, doch als eine Antwort ausbleibt, spürt sie immer mehr, dass Humanität zur reinen Utopie verkommen ist. Auf sich allein gestellt, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen.

 

„Eine klare Metapher auf die Situation der „Festung Europa“ baut Fischer auf, eine klare moralische Frage.  Was kann, was soll auf dem Boot der Deutschen passieren angesichts der Übermacht an Hilfsbedürftigen? Doch Fischer ruht sich nicht auf einer reinen Hochsee-Flüchtlings-Parabel aus. Klug baut er seine Geschichte auf, macht sie eindringlich – und das gerade nicht einfach mit der quälend-moralischen Tränendrüsenfrage, wohin Hilfe reichen darf. Styx ist zunächst vor allem ein Abenteuerfilm, von vornherein. Gefilmt mit äußerster Präzision und mit höchster Kunst.“ Harald Mühlbeyer, Kino-Zeit.de, September 2018

„Eine dokumentarische Realität, die gleichzeitig als Allegorie der Ambivalenz des Westens gegenüber der Flüchtlingskrise fungiert.“Boyd van Hoeij, Hollywood-Reporter, 16/02/2018

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Awards
  • Special Prize of the Jury, Batumi International ArtHouse Film Festival, 2018 (Georgia)
  • Prize of the Ecumenical Jury – Panorama, Berlin International Film Festival, 2018 (Germany)
  • Label Europa Cinemas Award, Berlin International Film Festival, 2018 (Germany)
  • Heiner Carow Prize, Berlin International Film Festival, 2018 (Germany)
  • Creative Energy Award for Best Creative Performance, Emden International Film Festival, 2018 (Germany)
  • Special Mention (Golden Puffin, Reykjavik International Film Festival, 2018 (Iceland)
  • Flying Ox for Best Sound Mixing, Schwerin Art of Film Festival, 2018 (Germany)
  • Flying Ox for Best Feature, Schwerin Art of Film Festival, 2018 (Germany)
  • Audience Award, Schwerin Art of Film Festival, 2018 (Germany)
  • Triton Award Best Cinematographer for Benedict Neuenfels, Valletta Film Festival, 2018 (Malta)
  • Triton Award Best Actress for Susanne Wolff, Valletta Film Festival, 2018 (Malta)
  • 2nd place, European Parliament LUX Prize, 2018 (Europe)
  • Best Director - Wolfgang Fischer, Austrian Film Award, 2019 (Austria)
  • Best Script, Austrian Film Award, 2019 (Austria)
  • Best Editing, Austrian Film Award, 2019 (Austria)
Cast & Credits
Darsteller 
Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Felicity Babao, Alexander Beyer, Inge Birkenfeld, Anika Menger
Drehbuch 
Wolfgang Fischer, Ika Künzel
Kamera 
Benedict Neuenfels
Ton 
Uwe Dresch, Andre Zimmermann
Szenerie 
Wolfgang Fischer, Ika Künzel, Benedict Neuenfels
Musik 
Dirk von Lowtzow
Produktion 
Schiwago Film
Koproduktion 
Amour Fou Vienna
Verleih 
Imagine Film Distribution
Biografie

Wolfang Fischer wurde 1970 in Wien geboren. Er studierte Psychologie und Malerei an der Universität Wien sowie Film und Video an der Kunstakademie Düsseldorf bei Nan Hoover. Anschließend absolvierte er von 1996 bis 2001 ein Film- und Fernsehstudium an der Kunsthochschule für Medien Köln. 2002 besuchte er einen Kurs in Schauspielführung bei Mark Travis in Polen und 2004 einen Workshop zur Stoffentwicklung für Genreproduktionen mit Stephen Cleary und Simon van der Borgh in Rom. 2005 erhielt er ein Stipendium für den Besuch der Drehbuchwerkstatt München und entwickelte dort das Buch zu seinem ersten Spielfilm Was Du nicht siehst (2009). Davor führte er beim Experimentalfilm In Time (1994), bei den Kurzfilmen 9h11 (1999) und Grau (2001), sowie beim Musikvideo Disk – Dusk (1999) Regie. Mit Remake of the Remake (1999) zeigte er sich erstmals für einen Dokumentarfilm verantwortlich.

Filmografie
  • 2018 – Styx
  • 2013 – The Bear
  • 2009 – Was du nicht siehst
  • 2001 – Grau (Kurzfilm)
  • 1999 – 9h11 (Kurzfilm)
  • 1999 – Remake of the Remake (Dokumentarfilm)
  • 1999 – In Time (Kurzfilm)