Programm

TOO LATE TO DIE YOUNG (TARDE PARA MORIR JOVEN)

Dominga Sotomayor

Chile, Brasilien, Argentinien, Niederlande, 2018 / 110 min / Spanische Originalfassung mit englischen Untertiteln (ES OF mit EN UT) / Drama

Ein Coming-of-Age Film im Chile nach der Pinochet-Diktatur.

Chile, Sommer 1990. Die Pinochet-Diktatur geht ihrem Ende entgegen, und die Bevölkerung genießt endlich mehr Freiheit. Ein paar freiheitsliebende Familien bilden eine Landkommune am Rande der Großstadt. Alle bereiten gemeinsam die Neujahrsfeier vor. Ein Abend, der für die junge Sofía heikel zu werden verspricht, denn sie wartet auf ihre Mutter, die wieder einmal durch Abwesenheit glänzt. Mit ihren Nachbarn Lucas und Clara rebelliert sie, kritisiert die Ideen der Generation ihrer Eltern, erlebt ihre ersten Liebesabenteuer und entdeckt neue Freiheiten in der noch jungen aufkeimenden Demokratie.

Feinfühlig und glaubwürdig schildert die chilenische Regisseurin die Komplexität der Beziehungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, und fängt dabei auf treffende Weise ein, wie es für ein sensibles, verletzliches aber entschlossenes Mädchen ist, die ersten Schmetterlinge im Bauch zu spüren.

Vorstellungen
Awards
  • Best Director – International Competition, Locarno International Film Festival, 2018 (Italy)
  • Best Cinematography, Gijón International Film Festival, 2018 (Spain)
  • Best Director, Gijón International Film Festival, 2018 (Spain)
Cast & Credits
Darsteller 
Demian Hernández, Antar Machado, Magdalena Tótoro, Matías Oviedo, Andrés Aliaga, Antonia Zegers, Alejandro Goic, Mercedes Mujica, Eyal Meyer, Gabriel Cañas, Michael Silva
Drehbuch 
Dominga Sotomayor
Kamera 
Inti Briones
Ton 
Julia Huberman
Szenerie 
Estefania Larrain
Musik 
Sokio
Produktion 
Cinestación, RT Features
Koproduktion 
Ruda Cine, Circe Films
Verleih 
Stray Dogs
Biografie

Dominga Sotomayor studierte audiovisuelle Regie an der Universidad Católica in Chile und erhielt ihren Masterabschluss in Regie an der ESCAC in Barcelona. Während eines Arbeitsstipendiums in der Cinéfondation in Cannes entwickelte sie ihren ersten Kurzfilm Thursday Till Sunday. Der Film gewann 2012 den Tiger Award in Rotterdam und wurde auf rund 100 Festivals gezeigt. 2013 arbeitete sie als Ko-Regisseurin an La isla, der ebenfalls mit dem Tiger Award prämiert wurde. Zweit Jahre später präsentierte sie ihren Mittellangfilm Mar (2015) auf dem Forum der Berlinale sowie ihren von IndieLisboa produzierten Kollektivfilm Here in Lisbon. Sie kollaborierte an Videos und Fotografien für Ausstellungen für visuelle Kunst, wie Little Sun (Olafur Eliasson, 2012) in der Tate Modern London. 2009 war sie  Mitbegründerin von Cinestación, einer in Santiago de Chile ansässigen Produktionsfirma, in der sie lateinamerikanische Autorenfilme produziert. So ermöglichte sie u.a. die Produktion von Los fuertes von Omar Zúñiga Hidalgo (derzeit in Postproduktion), Murder me, Monster (2018) von Alejandro Fadel, dessen Premiere 2018 in Cannes in der Reihe Un Certain Regard stattfand, und Raging Helmets von Neto Villalobos. Sie ist außerdem Mitbegründerin des Kulturzentrums und Arthouse-Kinos CCC, Centro de Cine et Creación, das 2019 in Santiago de Chile eröffnet wird.

Filmografie
  • 2018 – Tarde para morir joven
  • 2015 – Los Barcos (Segment im Kollektivfilm „ Aqui, em Lisboa: Episódios da Vida da Cidade”)
  • 2014 – Mar
  • 2013 – La isla (Kurzfilm)
  • 2012 – De jueves a domingo
  • 2008 – La montaña (Kurzfilm)
  • 2008 – Debajo (Kurzfilm)
  • 2008 – Noviembre (Kurzfilm)