Programm

A THOUSAND CUTS

Ramona S. Diaz

USA, Philippinen, 2020 / 110 min / Englische Originalfassung / Dokumentarfilm

Ciné-ONU, in Partnerschaft mit Time for Equality
Im Anschluss an die Vorstellung findet eine Diskussion zwischen Ines Kurschat (Journalistin, d’Lëtzebuerger Land) und Rosa Brignone (Gründerin und Präsidentin von Time For Equality) statt

Ein Blick auf die Nutzung sozialer Medien durch den philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte zur Verbreitung von Desinformationskampagnen.

Nirgendwo ist die weltweite Erosion der Demokratie, die durch Desinformationskampagnen in den sozialen Medien angefacht wird, deutlicher zu spüren als auf den Philippinen. 2016 gewinnt der Außenseiter Rodrigo Duterte die Präsidentschaftswahl und bringt das politische Establishment des Landes aus dem Gleichgewicht. Innerhalb weniger Stunden nach seinem Amtsantritt beginnen sich die Leichen auf den Straßen zu türmen. Die wichtigste Nachrichtenseite des Landes, Rappler, untersucht die Morde und deckt einen von der Regierung sanktionierten Drogenkrieg auf, der sich nicht gegen die Hintermänner des Drogenhandels, sondern gegen einfache Süchtige in den Armenvierteln richtet. Um die unabhängige Berichterstattung zu unterdrücken, entfesselt Duterte eine Flut von Desinformationen, die sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreiten. In den darauffolgenden Wochen und Monaten setzt Maria Ressa, die Chefredakteurin von Rappler, die Instrumente der freien Presse – und ihre eigene Freiheit – für die Verteidigung von Wahrheit und Demokratie aufs Spiel.

Die Filmemacherin Ramona S. Diaz verfolgt Schlüsselakteure auf beiden Seiten eines zunehmend gefährlichen Krieges zwischen der Regierung und Journalisten, die trotz der Einschüchterungen weiterhin Artikel veröffentlichen, in denen sie das autoritäre Regime anprangern. Ihr Dokumentarfilm hält einen andauernden und erbarmungslosen Kampf um Wahrheit und menschliche Integrität fest, der sich über die Philippinen hinaus erstreckt.

 

Ciné-ONU / United Nations Cinema ist ein Aushängeschild der Öffentlichkeitsarbeit der Vereinten Nationen zu globalen Themen und Aktivitäten.

In Zusammenarbeit mit anderen Agenturen der Vereinten Nationen, Partnern wie der europäischen Kommission, Botschaften, NGOs und Regierungsstellen richtet Ciné-ONU zweimal im Monat Filmvorführungen und Debatten mit Filmemachern und/oder Experten für UN-Fragen aus.

Ciné-ONU-Events sind kostenlos und fanden zwischen 2007 und 2019 großen Zuspruch in mehreren europäischen Metropolen wie Brüssel, Lissabon, Köln, Luxemburg, Madrid, London, Rom, Helsinki, Stockholm, Genf und Wien wo über 100.000 Personen aus NGOs, der akademischen Welt, europäischen Institutionen, den Medien, der Geschäftswelt, Regierungen und der allgemeinen Öffentlichkeit mehr als 200 Veranstaltungen beiwohnten.

Weitere Informationen zum Ciné-ONU und Details zu den bisher gezeigten Filmen finden Sie auf www.unric.org/en/cine-onu  and www.facebook.com/CineONU.

 

Time for Equality
www.timeforequality.org

Time for Equality ist ein 2014 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz in Luxemburg. Er setzt sich zum Ziel, eine gerechte und integrative Gesellschaft aufzubauen, die auf der Achtung von Menschenrechten und Grundfreiheiten sowie auf Fairness und Gerechtigkeit beruht. Time for Equality startete innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen mehrere Initiativen zugunsten von Sensibilisierung und Lobbying für gravierende soziale Probleme. Time for Equality setzt auf die Wirkungskraft von Kunst und menschlichen Schicksalen, um die Zivilgesellschaft dazu anzuspornen, Verantwortung zu übernehmen. Die Initiativen mit dem Motto „Lernen, Teilen, Handeln“ sensibilisieren nicht nur die Öffentlichkeit, sondern motivieren auch zu persönlichem Handeln. Der Verein fördert Projekte, Kampagnen und Aktionen, mit denen jeder von uns zu einer Lösung beitragen kann. Weitere Informationen liefert seine Website, die zu den besten 50 Blogs und Websites für Gleichstellungsfragen zählt.

 

Vorstellungen
So 14/03 14:00 Ciné Utopia EN OF Public https://luxfilmfestfilms.megatix.be/en/HO00003277
So 14/03 16:00 Online EN OV Public https://online.luxfilmfest.lu/film/a-thousand-cuts/
Awards
  • DocEdge Award, Best International Feature, Documentary Edge Festival, 2020 (New Zealand)
  • David Carr Award for Truth in Non-Fiction Filmmaking, Montclair Film Festival, 2020 (USA)
Cast & Credits
Darsteller 
Maria Ressa, Ronald "Bato" dela Rosa, Pia Ranada, Mocha Uchon, Amal Clooney, Rodrigo Duterte
Drehbuch 
Ramona S. Diaz
Kamera 
Gabriel Goodenough, Jeffrey Johnson
Ton 
Dusty Albertz, Jim Choi
Musik 
Sam Lipman
Produktion 
CineDiaz, Concordia Studio
Verleih 
Cinephil
Biografie

Ramona S. Diaz ist eine preisgekrönte amerikanisch-asiatische Filmemacherin und Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Ihre Filme liefen auf dem Sundance Film Festival, der, Berlinale, dem Tribeca Filmfestival, der Viennale, dem IDFA und weiteren hochrangigen Festivals. Alle ihre abendfüllenden Dokumentarfilme wurden auf den öffentlich-rechtlichen US-Sender PBS übertragen. Ihr vierter Film, Motherland (2017), gewann einen Preis am Sundance Film Festival 2017, feierte seine internationale Premiere auf der 67. Berlinale und war für den Independent Spirit Award des besten Dokumentarfilms, sowie einen Peabody Award nominiert. Die letzten vier Jahre hat Romana S. Diaz, die einen MA der Stanford University innehat, als Film-Gesandte für die American Film Showcase Zuschauer/-innen auf der ganzen Welt amerikanische Filme nähergebracht. Weltweit hat sie Masterclasses und Produktionsworkshops geleitet. A Thousand Cuts (2020) ist ihr fünfter Film.

Filmografie
  • 2020 – A Thousand Cuts (Dokumentarfilm)
  • 2017 – Motherland (Dokumentarfilm)
  • 2012 – Don’t Stop Believin': Everyman’s Journey (Dokumentarfilm)
  • 2004 – Imelda (Dokumentarfilm)
  • 1996 – Spirits Rising (Dokumentarkurzfilm)