Programm

DAS GLASZIMMER

Christian Lerch

Deutschland, 2020 / 94 min / Deutsche Originalfassung / Drama

Nachdem Felix mit seiner Mutter 1945 aus München geflohen ist, freundet der Elfjährige sich mit dem Sohn eines vom Endsieg überzeugten Nazis an.

Im Frühjahr 1945 flüchtet Anna mit ihrem elfjährigen Sohn Felix aus dem zerbombten München aufs Land zum Anwesen einer verstorbenen Tante. Auf dem Dachboden entdeckt Felix ein magisch-funkelndes, geheimnisvolles Glaszimmer, in dem er spielen und der tristen Kriegsrealität entfliehen kann. Kurz darauf findet er in Karri, dem Sohn des Ortsgruppenleiters, einen neuen Freund. Wie sein Vater ist Karri ein überzeugter Nazi der fest an den Endsieg glaubt, ganz anders als Felix und seine Mutter. Trotzdem gerät Felix immer mehr in den Sog der Nazi-Propaganda, auch weil er stolz auf seinen an der Front kämpfenden Vater ist. Doch als dieser eines Nachts überraschend auftaucht, kommen Felix Bedenken. Soll er die grausigen Geschichten seines Vaters über die Realität des Krieges glauben oder den Deserteur Karris Vater melden?

 

The screening on 10/03 at 9:30 at Kinepolis Kirchberg had to be replaced by an online screening.

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Cast & Credits
Darsteller 
Lisa Wagner, Xari Wimbauer, Hans Löw, Philipp Hochmair, Luis Vorbach, Kathrin Anna Stahl, David Benkovitch, Hannah Hagg, Barbara Romaner
Drehbuch 
Christian Lerch, Josef Einwanger
Kamera 
Tim Kuhn
Ton 
Michael Vetter
Szenerie 
Johannes Sternagel
Musik 
Martin Probst
Produktion 
Lieblingsfilm
Koproduktion 
Schwabenlandfilm
Verleih 
ARRI Media
Biografie

Christian Lerch ist ein 1966 in Wasserburg am Inn in Bayern geborener Filmemacher. Nach seinem Abitur absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Er sammelte Schauspielerfahrung unter anderem am Staatstheater Braunschweig, den Münchner Kammerspielen und dem Bayerischen Staatsschauspiel. Danach wagte er sich ins Fernsehen und an Rollen in Spielfilmen. Neben seiner schauspielerischen Laufbahn ist Christian Lerch auch als Drehbuchautor tätig. Zusammen mit Oliver Rauch und Ingo Rudloff schrieb er das Drehbuch für deren Dokumentarfilm Oskar Sala - Die vergangene Zukunft des Klangs (2000). Marcus H. Rosenmüller engagierte ihn als Co-Autor für seine für einen Deutschen Filmpreis nominierte Komödie Wer früher stirbt, ist länger tot (2007). Christian Lerchs Regiedebüt erfolgte 2012 mit der Komödie Was weg is, is weg. Vier Jahre später inszenierte er eine Webdokuserie die zur Grundlage seines nächsten abendfüllenden Films, B12 – Gestorben wird im nächsten Leben (2018) wurde, welcher am DOK.fest München anlief. Sein dritter Spielfilm, Das Glaszimmer (2020), lief auf dem Cinekid Festival in Amsterdam an.

Filmografie
  • 2020 – Das Glaszimmer
  • 2018 – B12 - Gestorben wird im nächsten Leben
  • 2016 – B12 - Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens (Webdokuserie)
  • 2012 – Was weg is, is weg