Programm

LORE

Cate Shortland

Deutschland, Australien, Vereinigtes Königreich, 2012 / 109 min / Deutsche Originalfassung mit französischen und niederländischen Untertiteln / Drama, Historienfilm, Kriegsfilm

Internationaler Gedenktag an die Opfer des Holocaust 2020

Eine intensive Momentaufnahme zweier junger Menschen im Chaos des Kriegsendes: Wem kannst du glauben wenn dein ganzes Leben eine Lüge ist?

Süddeutschland im Frühjahr 1945. Als Lores Eltern, ranghohe Nazis, von den Alliierten verhaftet werden und Lores unbeschwerte und privilegierte Kindheit abrupt endet, versucht die Fünfzehnjährige sich mit ihren jüngeren Geschwistern zu ihrer Großmutter nach Hamburg durchzuschlagen. Durch eine gespensterhafte Nachkriegslandschaft beginnt eine gefährliche Reise, die den Kindern erstmals vor Augen führt, was ihre Eltern angerichtet haben. Die alte, nationalsozialistische Ideologie jedoch sitzt noch tief. Als Thomas, ein junger jüdischer Überlebender, Lore helfen will, sieht sie ihn als Feind – fühlt sich aber auch zu ihm hingezogen. Die Begegnung weckt bisher nicht gekannte Zweifel in ihr. Denn um zu überleben muss sie lernen einer Person zu vertrauen, von der sie bisher glaubte sie hassen zu müssen.

„Die australische Regisseurin Kate Shortland liefert mit dem deutschsprachigen Film "Lore" eine aufarbeitende, gefühlvolle Studie, die tief berührt und sich auf eine zuvor kaum dagewesene Weise mit dem Holocaust auseinandersetzt.“ Megan Lehmann, The Hollywood Reporter, 11/06/2012

Vorstellungen
Mi 20/11 08:15 CNA Dudelange DE OF mit FR & NL UT Scolaire https://zpb.lu/event_cpt/uploading_holocaust-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2/
Mi 22/01 08:15 Ciné Sura, Echternach - DE OF mit FR & NL UT Scolaire https://zpb.lu/event_cpt/uploading_holocaust-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3/
Fr 24/01 08:15 Kulturhuef, Grevenmacher - DE OF mit FR & NL UT Scolaire https://zpb.lu/event_cpt/uploading_holocaust-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2/
Mo 27/01 08:15 Ciné Scala, Diekirch - DE OF mit FR & NL UT Scolaire https://zpb.lu/event_cpt/uploading_holocaust-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2/
Mi 29/01 08:15 Kulturfabrik, Esch - DE OF mit FR & NL UT Scolaire https://zpb.lu/event_cpt/uploading_holocaust-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-2...
Fr 31/01 08:15 Cinémathèque DE OF mit FR & NL UT Scolaire https://zpb.lu/event_cpt/uploading_holocaust-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-2-3-2-2-2-2...

„Ein eindringlich erzählter und wichtiger Film, der von den unschuldigsten Opfern des Krieges erzählt: den Kindern.“ FBW – Deutsche Film- und Medienbewertung, Prädikat besonders wertvoll, 2012

„Selten hat ein Film so nachdrückliche Bilder jener historischen Bruchstellen geliefert, die im Inneren entstehen, wenn ein bejubeltes Wertesystem – hier der Nationalsozialismus – von einem Tag auf den anderen zum Teufelsbild wird, wenn all die unzähligen Helferinnen und Mitläufer es alle nicht gewesen sein wollen. […] Ein schwerblütiger Film. Eine intensive Momentaufnahme. Ein Licht in ein Dunkel, das bis heute noch in mancher Ahnengalerie schlummert.  Getragen von einer wunderbaren Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl.“ Hanjoerg Betschart, Tagswoche, 12/11/2012

„Das fesselnde Drama der australischen Regisseurin Cate Shortland erzählt dieses deutsche Nachkriegsschicksal komplett aus Sicht der Kinder. Dadurch wirkt das Grauen härter und die Folgen des Krieges mit all seinen Entbehrungen noch schonungsloser. Dennoch erlaubt Shortland Bilder und Momente voller sinnlicher Schönheit, voller Farbenpracht und hellem Licht. Saskia Rosendahl in der Hauptrolle als Lore ist eine echte Entdeckung.“ FBW – Deutsche Film- und Medienbewertung, Prädikat besonders wertvoll, 2012

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Awards
  • AACTA Award – Best Young Actor for Saskia Rosendahl, Australian Academy of Cinema And Television Arts Awards, 2013 (Australia)
  • Golden Tripod – Best Cinema Feature, Australian Cinematographers Society, 2013 (Australia)
  • ADG Award – Best Direction in a Feature Film, Australian Directors Guild, 2013 (Australia)
  • AFCA Award – Best Production Design, Best Cinematography, Best Screenplay, Australian Film Critics Association Awards, 2013 (Australia)
  • AFCA Award – Best Actress for Saskia Rosendahl, Australian Film Critics Association Awards, 2013 (Australia)
  • AFCA Award – Best Director, Australian Film Critics Association Awards, 2013 (Australia)
  • Awgie Award – Best Feature Film - Adaptation, Australian Writers’ Guild, 2013 (Australia)
  • Best Music for Max Richter, Bayerischer Filmpreis, 2013 (Germany)
  • Tiantian Award – Best Cinematography, Beijing International Film Festival, 2013 (China)
  • Tiantian Award – Best Director, Beijing International Film Festival, 2013 (China)
  • Special Jury Award, Beijing Student Film Festival, 2013 (China)
  • FCAA Award – Best Performance by a Young Actor for Saskia Rosendahl, Film Critics Circle of Australia Awards, 2013 (Australia)
  • FCAA Award – Best Director, Film Critics Circle of Australia Awards, 2013 (Australia)
  • Editing Award, Filmplus Festival für Filmschnitt und Montagekunst, 2013 (Germany)
  • Film Award in Bronze – Outstanding Feature Film, Deutscher Filmpreis, 2013 (Germany)
  • DSP Award – Best Young Actor for Kai-Peter Malina, Deutscher Schauspielerpreis, 2013 (Germany)
  • ICS Award – Best Picture Not Released in 2012, International Cinephile Society Awards, 2013 (USA)
  • Breaking Waves Award, Titanic International Film Festival, 2013 (Hungary)
  • Aurora Award, Tromsø International Film Festival, 2013 (Norway)
  • Critics Award, Hamburg Film Festival, 2012 (Germany)
  • Golden Starfish Award, Hamptons International Film Festival, 2012 (USA)
  • Cinematography Award, Hamptons International Film Festival, 2012 (USA)
  • Jeremy Nussbaum Prize for Provocative Fiction, Hamptons International Film Festival, 2012 (USA)
  • Best Feature Film, Hessischer Filmpreis, 2012 (Germany)
  • Audience Award – Best Feature, Ljubljana International Film Festival, 2012 (Slovenia)
  • Audience Award, Locarno International Film Festival, 2012 (Switzerland)
  • Bronze Horse – Best Film, Stockholm Film Festival 2012 (Sweden)
  • Best Actress – Saskia Rosendahl, Stockholm Film Festival, 2012 (Sweden)
  • Best Cinematography & Best Music, Stockholm Film Festival, 2012 (Sweden)
  • Best Director, The WIFTS Foundation International Visionary Awards, 2012 (UK)
  • Pilar Miró Award – Best New Director, Valladolid International Film Festival, 2012 (Spain)
Cast & Credits
Darsteller 
Saskia Rosendahl, Kai Malina, Nele Trebs, Ursina Lardi, Hans- Jochen Wagner, Mika Seidel, André Frid, Eva-Maria Hagen
Drehbuch 
Cate Shortland, Robin Mukherjee, nach dem Roman „Die dunkle Kammer“ von Rachel Seiffert
Kamera 
Adam Arkapaw
Ton 
Sam Petty, Michael Busch
Szenerie 
Silke Fischer
Musik 
Max Richter
Produktion 
Rohfilm, Porchlight Films, Edge City Films
Verleih 
Cinemien
Biografie

Cate Shortland ist eine 1968 im australischen Temora geborene Regisseurin. 1991 schließt sie ihr Studium an der Sydney University mit einem Bachelor of Fine Arts ab, danach studiert sie Regie an der Australian Film Television and Radio School. Bis zu ihrem Abschluss im Jahr 2000 führt sie Regie an vier von ihr selbst geschriebenen und international mehrfach ausgezeichneten Kurzfilmen: Strap on Olympia (1995), Pentuphouse (1998), Flowergirl (1999) und Joy (2000). 2004 feiert ihr erster Spielfilm, Somersault Premiere in der „Un Certain Regard”-Sektion der Filmfestspiele in Cannes und gewinnt zahlreiche Preise. Anschließend wagt sie sich mit ihrem lang erwarteten zweiten Film, Lore (2012), der Verfilmung des für einen Booker Price nominierten Romans Die dunkle Kammer von Rachel Seiffert, an Literaturadaptationen heran. 2017 macht sie mit Berlin Syndrome einen Ausflug ins Mystery-Thriller-Genre. Aktuell arbeitet sie am nächsten Kapitel des Marvel Cinematic Universe, Black Widow, welcher 2020 erscheinen soll.

Filmografie
  • 2019 – SMILF (4 Folgen der Fernsehserie)
  • 2017 – Berlin Syndrom
  • 2012 – Lore
  • 2006 – The Silence
  • 2004 – Somersault
  • 2002-2003 – Bad Cop, Bad Cop (4 Folgen der Fernsehserie)
  • 2001-2003 – The Secret Life of Us (10 Folgen der Fernsehserie)
  • 2000 – Joy (Kurzfilm)
  • 1999 – Flowergirl (Kurzfilm)
  • 1998 – Pentuphouse (Kurzfilm)
  • 1995 – Strap on Olympia (Kurzfilm)