Programm

No Land's Song

Ayat Najafi

Frankreich, Deutschland, Iran, 2017 / 93 min / Englische, Farsi und Französische Originalfassung mit französischen Untertiteln / Dokumentarfilm

Eine laute Aussage gegen das Versiegen der Weiblichkeit in der iranischen Öffentlichkeit.

Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor einem männlichen Publikum. Die junge Komponistin Sara Najafi widersetzt sich der Zensur und den Tabus und ist fest entschlossen, in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert für weibliche Solosängerinnen zu organisieren. Um sich Unterstützung für diese große Herausforderung zu holen, laden Sara und die iranischen Sängerinnen Parvin Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Sängerinnen aus Paris ein: Elise Caron, Jeanne Cherhal und Emel Mathlouthi. Sie sollen vor Ort an dem Musikprojekt mitarbeiten und dadurch eine musikalische Brücke zwischen Frankreich und dem Iran schlagen.

„No Land’s Song“ ist ein spannend gemachter und genauestens beobachtender Dokumentarfilm, der einen Blick auf eine Gesellschaft wirft, wo mutige Frauen jeden Tag um Gleichberechtigung und das Recht ihre Stimme zu erheben, zu sprechen, zu protestieren, und zu singen kämpfen müssen. (fbw Filmbewertung)

Die Vorführung von "No Land's Song" wird in Zusammenarbeit mit neimënster und der Aktionsplattform JIF 2017 im Rahmen des Internationalen Frauentages organisiert.

Nach der Vorführung von "No Land's Song" wird ein vom Fonds Asile, Migration et Intégration (Fonds für Asyl, Migration und Integration) und OLAI (Luxemburgische Willkommens- und Integrationsbüro) kofinanziertes Konzert in neimënster stattfinden.

Vorstellungen
So 12/03 18:00 Neimënster FR & EN OF mit FR UT Public https://www.neimenster.lu/Culture/Offre-diversifiee-Calendrier-shop-visites/Prog...

„,No Land’s Song‘ ist ein Dokumentarfilm, der alles mitbringt, was man sich als Zuschauer im Kino wünscht: Eine Story mit klarem Ziel, Höhen und Tiefen, Rückschlägen und Glücksmomenten. Eine sympathische Protagonistin, um die sich nach und nach eine bunte Schar von Mitstreitern sammelt, die den Film durch ihre Eigenheiten bereichern und denen der Film genug Raum gibt, dass jeder einzelne auch als Individuum zur Geltung kommt. Zusammen bilden sie schließlich eine eingeschworene Gruppe, die für ihren Auftritt kämpft.“ Kirsten Kieninger, kino-zeit.de, März 2016

„Ein ergreifender und mitreißender Dokumentarfilm, der das Ringen um den öffentlichen Auftritt einiger Sängerinnen in Teheran in einen kraftvoll kämpferischen Auftritt auf der Bühne münden lässt.“ Silvia Hallensleben, epd-film.de, 21/03/2016

+16
Awards
  • Audience Award - Festival des Cinq Continents, 2016 (France)
  • Special Award - Cinema Del Reale, 2016 (Italy)
  • Peace Film Award - Unabhängiges Filmfest Osnabrück, 2015 (Germany)
  • Audience Award – Middle East Now Festival Florence, 2015 (Italy)
  • Nestor Almendros Award for Courage in Filmmaking – Human Rights Watch Film Festival New York, 2015 (USA)
  • Audience Award for Best Documentary Film – Montreal World Film Festival, 2014 (Canada)
  • Best Documentary Director – NOOR Iranian Film Festival Los Angeles, 2014 (USA)
  • Youth Jury Award – DOK Leipzig Festival, 2014 (Germany)
  • Best Documentary (DOCUFICX Award) – 52nd Gijon International Film Festival, 2014 (Spain)
Cast & Credits
Darsteller 
Sara Najafi, Elise Caron, Jeanne Cherhal, Emel Mathlouthi
Drehbuch 
Ayat Najafi
Kamera 
Koohyar Kalari, Sarah Blum
Ton 
Sasan Nakhai, Dana Farzanehpour, Julien Brossier
Musik 
Sara Najafi, Parvin Namazi, Sébastien Hoog, Edward Perraud, Maryam Tajhdeh
Produktion 
Torero Film, HANFGARN&UFER, CHAZ Productions
Verleih 
Chaz productions
Biografie

Der 1976 in Teheran geborene Regisseur, Autor und Bühnenbildner Ayat Najafi studiert zunächst Bühnenbild in seiner Heimatstadt. 1995 gründet er eine Theatergruppe an der Azad Universität Teheran und zeigt seit 2000 eigene Regiearbeiten. 2003 gründet er das ARTA Atelier mit Fokus auf interdisziplinäres und multimediales Theater sowie experimentellen Kurz- und Dokumentarfilmen. 2005 nimmt er am Berlinale Talent Campus teil und stellt seinen mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Football under Cover“ 2008 vor.

Filmografie
  • 2014 - No Land's Song (Dokumentarfilm)
  • 2008 - Football Under Cover (Dokumentarfilm)