Programm

UNE BOMBE PAR HASARD

Jean-François Laguionie

Franreich, 1969 / 9 min / Ohne Worte / Zeichentrickfilm

Teil der Kurzfilmsammlung Les mondes imaginaires de Jean-François Laguionie
Jean-François Laguionie

In der Absicht seinen Spaß zu haben zieht ein Landstreicher in eine verlassene, von einer Explosion bedrohte Stadt.

Aus Angst vor der drohenden Explosion einer teuflischen Maschine, verlassen die Einwohner einer Stadt fluchtartig ihr Zuhause. Als ein Landstreicher die verlassene Stadt findet, deutet nichts auf die bevorstehende Katastrophe hin, so dass er sich entscheidet den Ort zu seinem Spielplatz zu machen. Er zieht die zurückgelassene Kleidung an, mimt die Rolle eines Kunstgaleristen und spielt Musik wie es ihm gefällt. Alles unter den Augen der ehemaligen Bewohner die das Geschehen von einem nahegelegenen Hügel aus beobachten.

„Surrealer Ausflug mit zynischem Knalleffekt“ Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, 21/08/2017

Vorstellungen
Fr 06/03 12:00 Cinémathèque Ohne Worte Public

„Das Ganze hat wie zu erwarten einen Knalleffekt. Doch fällt der etwas anders aus, als man vielleicht vermuten würde. Tatsächlich zeigt sich Laguionie hier von einer zynisch-gemeinen Seite, wie man sie nur selten in seinen Filmen sah. Aber auch ohne diese Wendung ist Une bombe par hasard sehr sehenswert. Sein Gespür für das Surreale […] trägt reichlich Früchte. Seltsame Früchte. Geradezu gespenstisch ist es, wie der zunächst ganz in Schwarz gekleidete Mann durch die einsamen Straßen streift, mal hier, mal dort sein Glück sucht und doch nur Beweise ehemaligen Lebens findet. Dass die Bilder nach wie vor eher leer sind, ist hier dann auch kein Nachteil, wird so doch die desolate Stimmung kunstvoll unterstrichen.“ Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, 21/08/2017

+12
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Awards
  • Special Jury Prize, Krakow Film Festival, 1969 (Poland)
  • Grand Prize, Mamaïa Film Festival, 1969 (Romania)
  • Grand Prize, Tehran Film Festival (Iran)
Cast & Credits
Drehbuch 
Jean-François Laguionie
Kamera 
Jean-François Laguionie
Ton 
Henri Gruel
Musik 
Pierre Alrand
Produktion 
Les Films Paul Grimault
Verleih 
L’agence du court métrage
Biografie

Jean-François Laguionie wurde 1939 im französischen Besançon geboren und studierte angewandte Künste bevor Paul Grimault ihn für Animationskino begeistern konnte. Danach begann er seine ersten eigenen Kurzfilme zu drehen. 1978 erhielt er in Cannes die Palme d’Or für den besten Kurzfilm für La Traversée de l’Atlantique à la rame und wandte sich im Anschluss auch abendfüllenden Spielfilmen zu: 1985 erscheint Gwen, le livre de sable, ehe er mit Kwom und der König der Affen (1999), einen, vergleichsweise ambitiösen und für ein breiteres Publikum zugänglichen Film dreht. 2004 inszeniert er die filmische Adaptation seines eigenen Romans Die Pirateninsel von Black Mor, und veröffentlicht 2016 Louise en hiver. Le Voyage du prince (2019) ist sein bisher sechster Spielfilm und spielt in der gleichen Welt wie Kwom und der König der Affen.

Filmografie
  • 2019 – Le Voyage du prince
  • 2016 – Louise en hiver
  • 2011 – Le Tableau
  • 2004 – L’Île de Black Mor
  • 1999 – Le Château des singes
  • 1985 – Gwen, le livre de Sable
  • 1978 – La Traversée de l’Atlantique à la rame (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1976 – Le Masque du diable (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1975 – L’Acteur (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1974 – Potr’ et la fille des eaux (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1972 – Hélène ou le malentendu (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1971 – Plage privée (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1969 – Une Bombe par hasard (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1967 – L’Arche de Noé (court-métrage / short / Kurzfilm)
  • 1965 – La Demoiselle et le violoncelliste (court-métrage / short / Kurzfilm)