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Oxana Shachko (Co-fondatrice mouvement FEMEN)

Oxana Shachko wurde 1987 geboren. Sie wächst in dem kleinen Dorf Khmelnitsky, weit weg von der Hauptstadt, auf. Als Kind interessiert sie sich für Ikonenzeichnung und hegt den Wunsch, eine Nonne zu werden. Ein Wunsch, den ihrer Eltern ihr jedoch schnell wieder ausreden. Mehr und mehr interessiert sie sich daraufhin für Philosophie und Politik.

Einige Jahre später gründet sie gemeinsam mit Anna Hutsol und Sasha Sheychenko die Bewegung FEMEN. Ihr Ziel ist es, das Bewusstsein der Ukrainer zu wecken, damit diese sich für ihre Rechte einsetzen. 

2008 verlässt Oxana ihre Heimatstadt um nach Kiev zu ziehen. Dort mietet sie ein Atelier in dem sie vor allem Kostüme, Masken und Plakate für ihre Aktionen herstellt. Im gleichen Jahr hat Oxana die Idee einer Oben-ohne-Aktion, bei der sie in Kiev Schilder mit der Aufschrift „Die Ukraine ist kein Bordell“ halten. Mit dieser Aktion begründet sie das Markenbild der Bewegung.

Oxana verfolgt mit der Bewegung FEMEN das Ziel, dem Teufelskreis der Arbeitslosigkeit und dem massiven Armut ein Ende zu setzen. Seit dem Fall der Sowjetunion ist dies in den osteuropäischen Ländern ein großes Problem geworden und führt oftmals zu Frustration, Aggressivität und Gewalt, im privaten sowie auch im öffentlichen Leben. Da Oxanas eigener Vater Opfer dieses Umbruchs war, kann sie sich gut daran erinnern und wehrt sich dagegen. Ihr Kampf gegen das Patriarchat findet hier ihren Ursprung.

Wie man im Film sehen kann pflegt Oxana den Kontakt zu ihren kosakischen Freunde, die am Rand der Gesellschaft leben und die uns ein anderes Bild der Ukraine zeigen. Sie besucht außerdem regelmäßig ihre Mutter, zu der sie eine gute Beziehung führt.

Die Aktionen der FEMEN Bewegung stehen im Mittelpunkt von Oxanas Leben. Die Bearbeitung von Beschwerden, Verfahren und Bußgeldverfahren nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Die Frauen handeln am Rande der Illegalität und der Norm und sind trotzdem jedes einzelne Mal anwesend wenn sie einberufen werden.

Im Jahre 2013 hat der ukrainische Geheimdienst die Mitglieder der FEMEN aufgefordert, die Ukraine zu verlassen. Oxana hat seither Unterschlupf in Paris gefunden, wo sie sehnlichst darauf wartet, wieder in ihr Heimatland zurückkehren zu können. Sie verfolgt die aktuellen Ereignisse  in der Ukraine von Paris aus, die Revolte des ukrainischen Volks,  auf die sie seit vielen Jahren gewartet hat.  

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