THERE IS NO EVIL (SHEYTAN VOJUD NADARAD)
Deutschland, Tschechische Republik, Iran, 2020 / 150 min / Farsi und deutsche Originalfassung mit englischen Untertiteln / Action, Drama
Vier thematisch verwobene Geschichten folgen Charakteren, deren Entscheidungen, Hinrichtungen auszuführen oder nicht, lebensverändernde Konsequenzen haben.
Heshmat, ein vorbildlicher Ehemann und Vater, bricht jeden Morgen sehr früh auf. Wohin fährt er? Pouya, ein junger Soldat, bekommt den Befehl, einen Menschen zu töten, kann sich aber nicht vorstellen, jemandem das Leben zu nehmen. Javad ahnt nicht, dass sein Heiratsantrag nicht die einzige Überraschung für seine Geliebte an ihrem Geburtstag bleiben wird. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren. Als seine Nichte ihn besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offenbaren.
Die vier Geschichten, aus denen There Is No Evil besteht, sind Variationen über die Themen der moralischen Kraft und der Todesstrafe. Bis zu welchem Grad ist individuelle Freiheit unter einem despotischen Regime und scheinbar unentrinnbaren Bedrohungen möglich? Mohammad Rasoulof verknüpft sie narrativ nur lose, dennoch sind sie auf unerschütterliche und tragische Art miteinander verbunden. Angesichts der organisierten Unterdrückung scheint es nur eine Wahl zu geben: zwischen Widerstand und Überleben.
| So | 14/03 | 19:00 | Kinepolis Kirchberg | Farsi & DE OF mit sst. ANG | Public | https://luxfilmfestfilms.megatix.be/en/HO00003338 |
- Golden Bear for the Best Film, Berlin International Film Festival, 2020 (Germany)
- Audience Award, Calgary International Film Festival, 2020 (Canada)
- Best Film – Narrative Feature Competition, Montclair Film Festival, 2020 (USA)
- Grand Prix, Batumi International ArtHouse Film Festival, 2020 (Georgia)
- Guild Film Prize, Berlin International Film Festival, 2020 (Germany)
- Prize of the Ecumenical Jury, Berlin International Film Festival, 2020 (Germany)
Mohammad Rasoulof wurde 1972 im iranischen Schiras geboren. Während seines Soziologiestudiums begann er, Dokumentar- und Kurzfilme zu drehen. Nach seinem zweiten Film, Iron Island (2005), wurden seine Möglichkeiten, Filme zu machen und zu zeigen, immer weiter eingeschränkt. Alle sieben Langfilme fielen im Iran der Zensur zum Opfer. 2010 wurde er bei der Zusammenarbeit mit Jafar Panahi am Set verhaftet und zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, unter anderem mehrere Preise in der Reihe Un Certain Regard in Cannes. Seit 2017 darf er den Iran offiziell nicht mehr verlassen. Noch nie wurde einer seiner Filme im Iran offiziell gezeigt.
- 2020 – Sheytan vojud nadarad
- 2017 – Lerd
- 2013 – Dastneveshtehaa nemisoozand
- 2009 – Keshtzarhay e sepid
- 2008 – Bade dabur (Dokumentarfilm)
- 2005 – Jazireh ahani
- 2002 – Gagooman