Programm

Refugiado

Diego Lerman

Argentinien, Kolumbien, Frankreich, Polen, 2014 / 95 min / Spanische Originalfassung mit französichen Untertiteln / Drama

Eine Mutter und ihr Sohn auf der Flucht vor häuslicher Gewalt

Matias und seine Mutter Laura verlassen in Panik die Wohnung, in der sie leben, nachdem die Frau einmal mehr von ihrem Mann geprügelt wurde. Matias ist acht Jahre alt und Laura ist wieder schwanger. Zusammen suchen Mutter und Kind einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen und wo sie unerreichbar sind für den Mann und Vater.

Diego Lerman erzählt von einem Flüchtlingspaar in der eigenen Stadt. Packend ist der Film inszeniert, konsequent beschreibt der Regisseur die Wahrnehmung des Kindes in einer Situation, die für die Mutter unhaltbar geworden ist.

 

Vorstellungen
Fr 27/02 21:00 Ciné Utopia Public http://www.utopolis.lu
Sa 07/03 19:00 Cinémathèque Public http://www.luxembourg-ticket.lu/9/19254

Autorenfilmer Diego Lerman erzählt seine intensive Geschichte über häusliche Gewalt nahe an der vielgelobten Tradition des sozialrealistischen Kinos von Ken Loach oder den Dardenne-Brüdern. Ganz besonders interessiert ihn dabei die Opferperspektive des kleinen Matias. (Heimspiel-filmfest.de)

Awards
  • Sélection à la Quinzaine des Réalisateurs – Festival de Cannes 2014 (France)
  • Silver Hugo, Special Jury Prize – Chicago International Film Festival, 2014 (USA)
  • Prix UNESCO et Prix de la meilleure photographie – International New Latin American Cinema in Havana, 2014 (Cuba)
Cast & Credits
Darsteller 
Julieta Diaz, Sebastián Molinaro, Marta Lubos
Drehbuch 
Diego Lerman, Maria Meiras
Kamera 
Wojciech Staron
Montage 
Alejandro Brodersohn
Szenerie 
Sabrina Campos, Micaela Saiegh
Musik 
José Villalobos
Produktion 
El Campo Cine, Burning Blue, Staron Film, Bellota Films
Verleih 
Imagine Films
Biografie

Diego Lerman wurde  1976 in Buenos Aires geboren. Er studierte Film in Buenos Aires und nahm an Theaterkursen teil, sowie an einem Seminar an der Filmschule von San Antonio de los Banos in Kuba. Für seinen ersten Spielfilm „Tan de repente“ gewann er Preise in Buenos Aires und in Locarno. Er wurde zur Cinéfondation in Cannes eingeladen, wo er das Drehbuch für seinen zweiten Film „Mientras tanto“ schrieb. Weiterhin arbeitete er auch fürs Theater und Fernsehen und gründete er seine eigene Produktionsfirma.

Filmografie
  • Refugiado, 2014
  • La mirada invisible (The invisible Eye), 2010
  • Fronteras Argentinas : Servicios prestados (documentary), 2007
  • Mientras tanto, 2006