Programm

VORTEX

Gaspar Noé

Frankreich, Belgien, Monaco, 2021 / 142 min / Französische OF / Drama

LuxFilmLab – 5. Januar 2022

Die letzten Tage eines dementen älteren Ehepaars.

Ein älteres Ehepaar versinkt zunehmend in Senilität. Ihr machtloser Sohn sieht sich mit seinen eigenen Dämonen konfrontiert, als sich die Lage zuspitzt.

"Schon seit einigen Jahren wollte ich einen Film mit älteren Leuten drehen. Bei meinen Großeltern und später bei meiner Mutter wurde mir klar, dass es im Alter um sehr vielschichtige Überlebensfragen geht. Denn diese Lebensphase führt zu erschütternden Situationen, in denen diejenigen, die einen am meisten beschützt haben, ihrerseits in die Kindheit zurückfallen. Ich habe mir also einen Film ausgedacht mit einer denkbar einfachen Erzählstruktur und einerseits einer Figur, die sich in einem Zustand geistigen Zerfalls befindet und die Fähigkeit zu sprechen verliert, und andererseits ihrem Enkel, der die Sprache noch nicht beherrscht, wie zwei Extreme dieser kurzen Erfahrung, die das menschliche Leben darstellt." Gaspar Noé, Kommentar des Regisseurs

 

Vorstellungen
Mi 05/01 19:30 Ciné Utopia OF französisch https://kinepolis.lu/fr/films/lux-film-lab-vortex

»Mit großer Sensibilität und beinahe dokumentarischer Wahrhaftigkeit erzählt Gaspar Noé in Vortex von einem alten Ehepaar am Ende seines Lebens. Sie (die große Francoise Lebrun) ist dement, er (der große Dario Argento) herzkrank, dennoch wollen sie gemeinsam in ihrer Wohnung bleiben, die ein Abbild ihrer Vergangenheit ist. Um sowohl die unzertrennliche Gemeinschaft des Paares als auch ihre Entfremdung durch die Krankheiten zu schildern, verwendet Noé beinahe durchgängig einen Splitscreen – ein ebenso gewagtes wie starkes ästhetisches Mittel, das zeigt, was Kino sein kann. Vortex fordert uns inhaltlich wie ästhetisch heraus. Dafür danken wir Gaspar Noé.«

Jury der Preis der Filmkritik 2021, Filmfest Hamburg :

Hua Chen, Film International; Karin Franzke, Hamburger Abendblatt; Wenke Husmann, ZEIT online; Danny Marques, NDR 90,3; Christoph Petersen, Filmstarts.de; Hanns-Georg Rodek, Die Welt; Philipp Stadelmaier, Süddeutsche Zeitung

Awards
  • Best Film Audience Award, Festival du Nouveau Cinéma, 2021 (Canada)
  • Best Film Award, Ghent International Film Festival, 2021 (Belgium)
  • Critics Award, Hamburg Film Festival, 2021 (Germany)
  • Zabaltegi-Tabakalera Prize, San Sebastián International Film Festival, 2021 (Spain)
Cast & Credits
Darsteller 
Dario Argento, Francoise Lebrun, Alex Lutz, Laurent Aknin, Jean-Pierre Bouyxou, Philippe Rouyer
Drehbuch 
Gaspar Noé
Kamera 
Benoît Debie
Ton 
Ken Yasumoto
Szenerie 
Jean Rabasse
Produktion 
Rectangle Productions, Wild Bunch International
Koproduktion 
Les Cinémas de la Zone, KNM, Artemis Productions, SRAB Films, Les Films Velvet, Kallouche Cinéma
Verleih 
Wild Bunch
Biografie

Der französische Regisseur Gaspar Noé (geb. 1963) ist argentinischer Herkunft und absolvierte die École nationale supérieure Louis Lumière. Er ist Gastprofessor an der European Graduate School in Saas-Fee (Schweiz). In drei seiner Filme spielt Philippe Nahon die Figur eines namenlosen Metzgers: Carne, Sodomites und Irreversibel. Im Februar 1994 erhielt Carne den Preis der Kritik auf dem 5. Internationalen Festival des Fantastischen Films in Yubari. Noé bewundert die Filme Stanley Kubricks, auf die er zuweilen in seinen eigenen Werken anspielt. Sein Werk wird der Strömung des New French Extremity ("Neues Französisches Extremkino") zugeordnet.

Filmografie
  • 2021 – Vortex
  • 2020 – Saint Laurent – Summer of 21’ (Kurzfilm)
  • 2019 – Lux Aeterna
  • 2019 – SebastiAn : Thirst (Kurzfilm)
  • 2018 – Climax
  • 2015 – Love
  • 2014 – Short Plays
  • 2013 – Nick Cave & The Bad Seeds: We No Who U R (Kurzfilm)
  • 2012 – Animal Collective : Applesauce (Kurzfilm)
  • 2012 – 7 Days in Havana
  • 2012 – SebastiAn : Love in Motion (Kurzfilm)
  • 2010 – 42 One Dream Rush (Kurzfilm)
  • 2009 – Enter the Void
  • 2008 – 8
  • 2006 – SIDA (Kurzfilm)
  • 2006 – Destricted
  • 2005 – Eva (Kurzfilm)
  • 2003 – Placebo : Protège-Moi ( Kurzfilm)
  • 2002 – Intoxication (Kurzfilm)
  • 2002 – Thomas Bangalter : Outrage (Kurzfilm)
  • 2002 – Thomas Bangalter : Stress (Kurzfilm)
  • 2002 – Irreversible
  • 1999 – Arielle Burgelin: Je suis si mince (Kurzfilm)
  • 1998 – Bone Fiction: Insanely Cheerful (Kurzfilm)
  • 1998 – Sodomites (Kurzfilm)
  • 1998 – I Stand Alone
  • 1996 – Mano Solo : Je n’ai pas (Kurzfilm)
  • 1994 – L’œil du cyclone
  • 1991 – Carne
  • 1987 – Pulpe amère (Kurzfilm)
  • 1985 – Tintarella di luna (Kurzfilm)